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21.03.2017, 13:42 Uhr | Rudolf Götz
Brücke Maschstraße Rhüden wird erneuert

Die Hochwassergefährdung des Ortsteils Rhüden ist und bleibt in den Beratungen der CDU/FDP-Gruppe ein Dauerthema.

Foto: Ernst Pahl

Aufgrund sich anbahnender Verzögerungen beim Planfeststellungsverfahren zur Erhöhung der Durchlassfähigkeit der Nette in der Ortslage Rhüden, greifen nunmehr Überlegungen, die Aufweitung und Erneuerung der Brücke Maschstraße in die weiteren Planungen der Stadt aufzunehmen. Bislang ging man davon aus, dass im Zuge der Erhöhung der Durchlassmengen diese Brücke im Rahmen des überregionalen Hochwasserplanes umgebaut werden sollte. Aufgrund zu erwartender Verzögerung und vorhandenen Haushaltsmitteln für den kleinen Hochwasserschutz in Rhüden reifen neue Planungsabsichten.

Hierzu Ratsherr Ernst Pahl aus Rhüden: „Es wird Zeit, die Brücke aufzuweiten, die Widerlager zu erneuern und die Durchlassmenge der Nette zu erhöhen. Dies geht nur, wenn dieser Engpass beseitigt wird und auch die volle Passierbarkeit der Brücke wieder gegeben ist!“ Um dieses umsetzen zu können, geht die CDU/FDP-Gruppe von der Überlegung aus, noch in diesem Jahr 15.000 Euro für Planungen aufzubringen. Hierbei handelt es sich um Mittel, die bislang für kleine Maßnahmen, z. B. Absenkung von Bordsteinen in Rhüden, vorgesehen sind. Diese können jedoch in diesem Jahr nicht mehr umgesetzt werden. Sollte die Planung zur Brücke in diesem Jahr abgeschlossen werden können, wäre im nächsten Haushaltsjahr 2018, durch die Bereitstellung von Mitteln, der Umbau möglich. Die bisherigen Widerlager der Brücke ragen zu weit in den Bachverlauf der Nette und bilden ein Hindernis bei Hochwasserlagen. Hierdurch kam es immer wieder zu Rückstaus, die ein Teil der Ursache der Überschwemmungen in der Ortslage waren. Weiterhin wird festgestellt, dass bei dieser Brückenbaumaßnahme ein großer Beitrag für die Bekämpfung der Hochwassersituation in Rhüden geleistet wird und somit auch überprüft werden sollte, inwieweit Mittel durch den Netteausbauverband zur Verfügung gestellt werden könnten.

Dazu Gruppenvorsitzender Rudolf Götz: „Mit dem Um- und Ausbau dieser Brücke ist ein deutliches Signal verbunden. Der Hochwasserschutz in Rhüden hat Priorität. Es dauert bisher zu lange, um auf die überörtlichen Hochwasserschutzplanungen zu warten. Hier müssen wir selbst handeln!“

Aufgrund der vorliegenden Planungen für die Suedlink-Trasse ist nunmehr davon auszugehen, dass dieser Trassenkorridor mit Erdkabel durch das Gebiet der Stadt Seesen führen wird. Hierbei handelt es sich um eine Verbindung von Brunsbüttel in Schleswig-Holstein bis Großgartach im nördlichen Baden-Württemberg. Die Suedlink-Trasse ist das Rückgrat der Stromversorgung von Norddeutschland nach Süddeutschland. Nach den bisherigen Planungen ist davon auszugehen, dass die westliche Trassenführung favorisiert wird, mit dem Verlauf durch die Seesener Feldmarken. Um die Seesener Bevölkerung besser informieren zu können, wird die CDU/FDP-Gruppe Verbindung zu der Firma TenneT aufnehmen, um eine Informationsveranstaltung durchführen zu können.

Die Seesener Christdemokraten und Freidemokraten wollen sich dafür einsetzen, dass es nicht zu Enteignungen bzw. einmaligen Ablösungszahlungen für die Grundstückseigentümer kommt. Vielmehr wäre es eine gerechte und gerade für die Landwirtschaft vernünftigere Regelung, durch jährliche Zahlungen den Wertverlust der Ackerflächen auszugleichen.

Mit dieser Überraschung, nachdem der Verlauf der Trasse Wahle-Mecklar für Seesen abgewendet werden konnte, gilt es nun zunächst umzugehen. Unzweifelhaft ist, dass die Energiewende unumkehrbar ist und dazu auch neue Stromtrassen gebaut werden müssen. Bei der Erdverkabelung handelt es sich um einen Eingriff, der bisher von der Bevölkerung, wenn auch widerwillig, akzeptiert werden kann. Nun geht es darum, die technisch besten und planungsrechtlich geringfügigsten Eingriffsszenarien umzusetzen.

In den damit befassten Fachkreisen geht man davon aus, dass mit dem Bau in frühestens 5 bis 6 Jahren begonnen werden könnte. Es gilt nun, die Interessen der Seesener gut zu vertreten und annehmbare Lösungen zu finden.

aktualisiert von Gerrit Lober, 09.05.2017, 11:24 Uhr

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