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13.03.2018, 08:44 Uhr | Rudolf Götz
Die CDU/FDP-Gruppe besucht die Seesener Firma „Via Niedersachsen“

Matthias Schmidt als Geschäftsführer erklärt, Via Niedersachsen sei eine Firma mit Sitz in Seesen und somit auch hier gewerbesteuerpflichtig. Der Vertrag wurde als ÖPP-Projekt für 30 Jahre geschlossen.

Einmal mehr stand der Besuch einer Seesener Firma auf dem Programm. Bekanntlich wird vom Standort der früheren Autobahnmeisterei an der BAB-Auffahrt Seesen der Ausbau der A 7 von Seesen bis Northeim koordiniert. Es handelt sich hier um einen 30 km langen Abschnitt, der bis Ende 2021 fertiggestellt werden soll.

Geschäftsführer Matthias Schmidt erläuterte den Firmenaufbau und die Aufgabenstellungen. Für die nächsten 30 Jahre wird der Sitz der Firma in Seesen sein. Für diesen Zeitraum besteht die Vertragsgestaltung mit der Bundesrepublik Deutschland. Es handelt sich um eine Öffentlich Private Partnerschaft (ÖPP). Dieses, als Verfügbarkeitsmodell konzipierte Projekt, garantiert dem Bund als Eigentümer der Autobahn eine hochwertige Bauqualität, sowie den Betrieb und die Erhaltung der gesamten Infrastruktur. Damit verbunden ist der Anreiz für einen ungehinderten Verkehrsfluss. Die Gewährleistung der ausgebauten Strecke betrug bislang, nach dem herkömmlichen Modell, 5 Jahre. Mit dem ÖPP-Projekt beträgt die Gewährleistungsfrist nunmehr über 30 Jahre. Nach dem Ausbau wird man die Unterhaltung und das gesamte Straßenmanagement für den Vertragszeitraum erfüllen. Zur Straßenmeisterei in Seesen gehören 17 Straßenwärter, 8 Saisonkräfte und 2 Personen für die Verwaltung. Alle Arbeitskräfte wurden aus dem hiesigen Raum rekrutiert.

Für die Projektgesellschaft Via Niedersachsen arbeiten insgesamt 7 Personen. Nicht ganz unwichtig: Via Niedersachsen ist eine Firma mit Sitz in Seesen und somit auch gewerbesteuerpflichtig. Somit ist festzustellen, dass die Stadt Seesen von der Gründung dieser Projektgesellschaft profitiert. Von hier werden 60 km 6-spurig ausgebaute Autobahn gemanagt und unterhalten.

Zur eigentlichen Neubaustrecke Seesen - Northeim wird durch einen Pressesprecher über die Heimatzeitung laufend informiert. Auch in der nächsten Zeit muss mit Vollsperrungen zu den Wochenenden und den Nachtzeiten gerechnet werden. Bislang liegt man im Zeitplan. Die Arbeitsgemeinschaft der Mittelständischen Unternehmen Rohde, Eurovia und Stutz haben ihren derzeitigen Sitz auf dem Gelände des Gewerbeparks Niedersachsen in der Harzstraße. Für den Baustellenzeitraum eine nicht unerhebliche Wertschöpfung für die Stadt.

Die CDU/FDP-Gruppe war von dem Besuch sehr angetan und hat verabredet, noch einmal wiederzukommen, um die Autobahnmeisterei mit dem gesamten Fuhrpark und den technischen Einrichtungen bei Tageslicht zu erleben.

Zur Vorbereitung der anstehenden Verwaltungsausschusssitzung wurden verschiedene Drucksachen beraten. So wird durch eine Änderung des Bebauungsplanes „Rottland“ in Münchehof endgültig der Spielplatz aufgehoben und eine Nutzung des Grundstückes durch die Anlieger ermöglicht.

Mit dem Aufstellungsbeschluss des Flächennutzungsplanes und des Bebauungsplanes „Maatestraße“ in Rhüden wird nun der Weg freigemacht, um dort den neuen Kindergarten für Rhüden zu bauen. Besonders erfreulich ist, dass mit Unterstützung der Kirche, der Rhüdener Bevölkerung und des Rhüdener Ortsrates schnell die Pläne der Stadt auf den Weg gebracht werden können. Somit wird es mittelfristig möglich sein, den Kindern in Rhüden und den umliegenden Ortsteilen ein neues Zuhause zu geben. Hier hat die Verwaltung der Stadt schnell und umsichtig gehandelt.

 

Mit der Vergabe von Zeitvertragsarbeiten für 2018 wird auch die Unterhaltung, Erhaltung und Erneuerung der Straßen, Wege und Plätze gewährleistet. Bekanntlich können nicht alle Unterhaltungsarbeiten vom Bauhof der Stadt Seesen getätigt werden. Deshalb bietet es sich an, Fachfirmen für bestimmte Arbeiten heranzuziehen.

Der Antrag der CDU/FDP-Gruppe für mehr Betreuung außerhalb der Schulzeit für die schulpflichtigen Kinder in Seesen und in den Ortsteilen wird nunmehr auf die Tagesordnung des zuständigen Sozialausschusses gesetzt. Ziel ist es, wie die Antragsüberschrift aussagt, stärker die Möglichkeiten des Jugendzentrums für entsprechende Angebote an den schulfreien Nachmittagen und in den Ferienzeiten zu nutzen. Ein weiterer Baustein für ein kinderfreundliches Seesen.

aktualisiert von Gerrit Lober, 14.03.2018, 08:49 Uhr