CDU-Kreistagsfraktion setzt sich für Erhalt des BBS-Standorts in Seesen ein
Seesen/Goslar – Die CDU-Fraktion im Kreistag setzt sich entschieden für den Erhalt des Schulstandorts Seesen für die Zweiradmechatroniker-Ausbildung ein. Während der ursprüngliche Antrag eine Verlagerung des Ausbildungszweigs nach Goslar vorsah, bringt die CDU nun einen Änderungsantrag ein, der den Fortbestand des Standorts sichert.
Schulbetrieb bleibt erhalten – Verkauf des Gebäudes entlastet Haushalt
Die CDU-Kreistagsfraktion schlägt vor, das Gebäude in Seesen zum Ende des Jahres zu verkaufen. Dies bedeutet, dass der Landkreis nicht länger für die hohen Liegenschaftskosten aufkommen muss. Gleichzeitig bleibt der Schulstandort erhalten, da die Beschulung weiterhin in den bestehenden Räumlichkeiten erfolgen soll – nun jedoch unter neuen Eigentumsverhältnissen.
„Unser Ziel ist eine Lösung, die sowohl wirtschaftlich sinnvoll als auch zukunftsorientiert für die Ausbildung der Zweiradmechatroniker ist. Durch den Verkauf des Gebäudes in Verbindung mit einem mittelfristigen Mietvertrag können wir den Schulbetrieb sichern und gleichzeitig den Landkreis finanziell entlasten“, so Christiane Raczek Stellv. Schulausschussvorsitzende.
Finanziell vorteilhafter als die ursprünglich geplante Variante
Die Analyse der Mietkosten zeigt, dass die favorisierte Variante inklusive Nebenkosten sogar deutlich günstiger ist als die ursprünglich vorgeschlagene Variante der Beschlussvorlage vom 24.02.2025. Zudem bringt der Verkaufserlös des Gebäudes eine finanzielle Entlastung von mindestens 170.000 Euro jährlich. Der Verkauf ist zwar auch so geplant, aber kein Käufer in Sicht, sodass sich hier ein langer Verkaufsprozess anschließen wird und die Betriebskosten weiterlaufen.
„Mit diesem Konzept sichern wir nicht nur den Ausbildungsstandort, sondern schaffen auch eine nachhaltige wirtschaftliche Lösung für den Landkreis. Die Verlagerung nach Goslar wäre nicht nur teurer, sondern hätte auch negative Auswirkungen auf die Ausbildungsqualität und den Wirtschaftsstandort Seesen“, erklärt der Kreistagsabgeordnete Patrick Billep.
Standort Seesen als wichtiger Ausbildungsstützpunkt
Ein weiterer entscheidender Faktor ist die Zukunft der Zweiradmechatroniker-Ausbildung und weiterer spezialisierter Ausbildungszweige. Die Handwerksinnung hat bereits Pläne für zusätzliche berufsbegleitende Weiterbildungen am Standort Seesen, die durch einen Umzug gefährdet wären.
„Wir riskieren durch eine Verlagerung nicht nur die Attraktivität des Standorts, sondern auch den Verlust wichtiger Ausbildungsgänge. Seesen hat sich bewährt – die Anbindung, die vorhandene Infrastruktur und die positiven Erfahrungen sprechen klar für den Erhalt“, betont der Kreistagsabgeordnete Dr. Andreas Warnecke.
Fazit: Wirtschaftlich kluge Entscheidung mit Blick auf die Zukunft
Der Änderungsantrag der CDU-Fraktion bringt eine pragmatische und wirtschaftlich sinnvolle Lösung: Der Landkreis wird finanziell entlastet, der Ausbildungsstandort Seesen bleibt erhalten, und langfristige Planungssicherheit für Schüler, Betriebe und Lehrkräfte wird gewährleistet.
„Mit unserem Antrag sichern wir nicht nur Ausbildungsplätze, sondern schaffen eine langfristige Perspektive für den Standort Seesen. Wir hoffen auf die Zustimmung der anderen Kreistagsfraktionen, um diese zukunftsweisende Entscheidung gemeinsam zu treffen“, so der Fraktionsvorsitzende Bernd Rotzek.